Von: Datum: Korrekturvorschlag: Anmerkung der Übersetzer:
Gaby Nordbrock 28.07.2009 17:24 Der Übersetzung "durch Software bestimmt" für "durch Software determiniert" stimmen wir zu und schlagen für den Glossarzusatz vor: "(durch Software verarbeitbar, d.h. programmtechnisch festgelegt und auffindbar)". s.u. Anmerkung Caspers
Dr. Steffen Puhl 28.07.2009 22:49 Bzgl. des Glossarzusatzes stimme ich dem Vorschlag meiner Vorrednerinnen, Frau Nordbrock und Frau Gappa zu. s.u. Anmerkung Caspers
Mark Pfrengle 29.07.2009 19:19 ein kurzes, zustimmendes Handzeichen für den Übergang zur nächsten Phase mit "bestimmt" / "bestimmbar", gern zusammen mit der von Frau Nordbrock vorgeschlagenen, erläuternden Ergänzung des Glossars. s.u. Anmerkung Caspers
Shadi Abou-Zahra 29.07.2009 23:03 Ref: wcag2.0-blog.de/2009-07-28/#programmaticallydetermineddef
Ist diese Ergänzung wirklich nötig? Es ist zwar möglich Ergänzungen für Unterschiede durch eine Übersetzung hinzufügen, aber es sollte sehr darauf geachtet werden dass diese keine Interpretationen einbringen.
Der Vorschlag lautet: - "(durch Software verarbeitbar, d.h. programmtechnisch festgelegt und auffindbar)"
Sind "verarbeitbar" oder "auffindbar" wirklich gute Zusätze oder könnte später etwas rein interpretiert werden was damit nicht gemeint wurde?
WCAG 2.0 wurde aus sicht des Autors erstellt. Ich glaube der Begriff "determined" wurde absichtlich ausgewählt damit es neutral gegenüber Benutzeragenten bleibt. Autoren müssen Merkmale "bestimmen" damit sie von Benutzeragenten "aufgefunden" und "verarbeitet" werden können. Ob sie das jedoch tun hat mit ihren Accessiblity Support zu tun, und ein Autor hat manchmal gar nicht die Kontrolle darüber. Mit diesen Zusatz könnten die Anforderungen eine etwas andere Bedeutung bekommen.
Ich schlage vor diesen Zusatz in dieser Form nicht zu übernehmen.
s.u. Anmerkung Caspers
Karl-Heinz Weirich 30.07.2009 10:22 1. Shadi Abou-Zahra schrieb: Ich glaube der Begriff "determined" wurde absichtlich ausgewählt damit es neutral gegenüber Benutzeragenten bleibt. Autoren müssen Merkmale "bestimmen" damit sie von Benutzeragenten "aufgefunden" und "verarbeitet" werden können.
Die deutsche Sprache ist gegenüber der englischen reichhaltiger, und es ist zu beobachten, dass viele Autoren, selbst diejenigen, deren Muttersprache deutsch ist, die deutsche Sprache nicht in ausreichendem Maße beherrschen. Das ist aber nicht zu verwechseln mit interpretier- freudiger. Auch technisch anspruchsvolle Dokumente werden im Deutschen oftmals sprachlich gut ausformuliert, ohne dass ein Interpretationsspielraum gegeben ist. Letztlich ist das Glossar der Ort, der für Klarheit in der Begrifflichkeit sorgt. Das muss auch für die deutsche Version der WCAG 2.0 gelten.
Bei obigem Zitat frage ich mich nun, weshalb Autoren überhaupt von Benutzeragenten verarbeitet werden sollen oder warum die Benutzeragenten die Autoren auffinden möchten. Das Dilemma liegt wie so oft im fehlerhaften Sprachgebrauch, falsch angewandter Grammatik und falschen Bezügen.
s.u. Anmerkung Caspers
Karl-Heinz Weirich 30.07.2009 10:22 2. Ich empfehle, den Satzbau im Punkt 1.2.1 entsprechend Punkt 1.2.2 zu formulieren. Das verbessert die Verständlichkeit und Lesbarkeit. Es würde dann heißen:
1.2.1 Reine Audio- und Videoinhalte (aufgezeichnet): Für aufgezeichnete reine Audio- und aufgezeichnete reine Video- Medien gilt das Folgende, außer die Audio- oder Videomedien sind eine Medienalternative für Text und als solche klar gekennzeichnet:
Ok, geändert
Gaby Nordbrock 30.07.2009 11:23 wir haben Shadis Kommentar noch einmal diskutiert. Hier unser Ergebnis:
Dass WCAG 2.0 aus Sicht des Autors geschrieben ist, wollen wir nicht bestreiten. Unserer Meinung nach wird "programmatically determined" aber in der WCAG-2.0-Spezifikation nur in Bezug auf die konsumierende Software benutzt:
"can be programmatically determined": Das "can be" ist eindeutig auf die konsumierende Software und nicht den Autor bezogen. Dass die Arbeit des Autors dafür die Voraussetzung ist, ist klar. Würde sich das auf den Autor beziehen, wäre durch "can be" eine Beliebigkeit ausgedrückt, die unserer Meinung nach nicht gemeint sein kann.
Siehe auch "programmatically determined" im Glossar:
determined by software from author-supplied data provided in a way that different user agents, including assistive technologies, can extract and present this information to users in different modalities
Das "determined" bezieht sich auf das Auffinden durch die Software.
Beispiele:
* Definition von "Programmatically Determined" in "Important Terms in WCAG 2.0"
* SC 1.3.1
* SC 1.3.2
* SC 3.1.1
* SC 3.1.2
* SC 4.1.2
* "non-text content" im Glossar
* "text" im Glossar
* "text alternative" im Glossar
In SC 2.4.4 taucht "programmatically determined" in "its programmatically determined link context" auf. Aber auch die Erklärung von "programmatically determined link context" im Glossar benutzt wieder das "can be programmatically determined".
Daneben gibt es in der Erklärung zu "text alternative" im Glossar (wie auch an manchen Stellen im "Understanding"-Dokument) den Ausdruck "programmatically associated". Hier geht es um die programmatische Verknüpfung zweier Dinge, die Aufgabe des Autors ist. Aber selbst bei der Erwähnung im WCAG-2.0-Dokument ist "can be programmatically determined", d.h. das Auffinden, eine Voraussetzung.
Nirgends in der WCAG-2.0-Spezifikation haben wir Stellen gefunden, an denen "is programmatically determined" in Bezug auf eine Autorentätigkeit verwendet wird.
In '"Accessibility Supported" vs. "Programmatically Determined"' (w3.org/TR/UNDERSTANDING-WCAG20/conformance.html#uc-ASvsPD-head) heißt es im 2. Absatz:
assistive technologies and user agents can access the information in the content (i.e., programmatically determine the information in the content)
Also ist auch hier mit "programmatically determine" der Zugriff ("access") auf Informationen durch Benutzeragenten gemeint.
In summa: Wir schließen daraus, dass mit "programmatically determine" das _Auffinden_ von Information durch Benutzeragenten gemeint ist, wohingegen die durch den Autor verknüpfte Information als "programmatically associated" gekennzeichnet wird.
s.u. Anmerkung Caspers
Shadi Abou-Zahra 30.07.2009 11:56 Danke für diese genaue und konstruktive Nachforschung. Meine Frage ist immer noch ob ein Zusatz zur Übersetzung notwendig ist oder ob es eine andere Lösung geben könnte.
Zum Beispiel statt "entnehmen", den Begriff "auffinden" zu verwenden:
- "Bestimmt von Software durch vom Autor gelieferte Daten, bereitgestellt auf eine Art und Weise, dass verschiedene Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken, diese Informationen [auffinden] und dem Benutzer in verschiedenen Modalitäten präsentieren können."
Würde das die Beduetung von "bestimmt" ausreichend klarstellen?
s.u. Anmerkung Caspers
Martin Stehle 30.07.2009 19:49 ich finde den Zusatz nicht notwendig, wenn der Satz so wie von Shadi formuliert ist.
Weitere Verben, die meiner Ansicht eindeutiger sind als "bestimmen":
* auffinden
* ermitteln
* eruieren
* herausfinden
* feststellen
* herausbekommen
s.u. Anmerkung Caspers
Karl-Heinz Weirich 31.07.2009 13:48 ich schlage vor, folgenden Terminus zu wählen:
Mittels Software bestimmt (mittels Software bestimmbar)
(programmatically determined (programmatically determinable))
und
Mittels Software bestimmter Link-Kontext (programmatically determined
link context)
sowie
Mittels Software festgelegt (programmatically set)
Damit wird auch klarer, dass die Software Mittel zum Zweck ist.
s.u. Anmerkung Caspers
Karl-Heinz Weirich 31.07.2009 13:48 Das "sein" in Richtlinie
1.3.1 ... können durch Software bestimmt sein oder ... ist inhaltlich falsch übersetzt. Richtig ist: "können mittels Software bestimmt werden oder "
Dasselbe gilt auch für Richtlinie 4.1.2.
ok, beides geändert im Zusammenhang mit „determined“. In 4.1.2 findet sich ein ähnliches Konstrukt mit „programmatically set“ - hier wäre eine entsprechende Änderung sinnverändernd.
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 P4.2 In Richtlinie 4.1.2 (und ebenso in Richtlinie 1.3.1) muss es „durch Software bestimmt werden“ heißen statt „durch Software bestimmt sein“. Außerdem würde ich beide Semikolon durch einen Punkt ersetzen sowie das „und“ streichen, sodass drei einzelne Sätze entstehen. Der letzte Satz würde leicht umgestellt lauten: „Die Benachrichtigung über Änderungen an diesen Elementen steht den Benutzeragenten einschließlich assistierender Techniken zur Verfügung.“ s.o. Kommentar Weirich
Karl-Heinz Weirich 31.07.2009 13:48 Rolle (role)
Text oder Zahl, durch welche Software die Funktion einer Komponente innerhalb von Webinhalten identifizieren kann. "welche" geht hier nicht. Richtiger ist, man ergänzt mit ausdruck, also: Text- oder Zahlenausdruck, mit dem Software die Funktion einer Komponente innerhalb von Webinhalten identifizieren kann.
geändert in: „Text oder Zahl, wodurch Software die Funktion einer Komponente innerhalb von Webinhalten identifizieren kann …“
Tomas Caspers 05.08.2009 12:30 auf Basis der Kommentare Nordbrock, Stehle, Weirich und Abou-Zahra (s. vorangegangene Mail http://tinyurl.com/l2mr5w ) würden wir folgende Formulierung für den Glossareintrag »programmatically determined« vorschlagen:
»Durch Software bestimmt (durch Software bestimmbar) (programmatically determined (programmatically determinable))
Bestimmt von Software durch vom Autor gelieferte Daten, bereitgestellt auf eine Art und Weise, dass verschiedene Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken, diese Informationen auffinden und dem Benutzer in verschiedenen Modalitäten präsentieren können.«
Die Frage ist nun noch, ob sich alle mit dem Vorschlag von Martin Stehle anfreunden können:
»ich finde den Zusatz nicht notwendig, wenn der Satz so wie von Shadi formuliert ist.«
Da hierzu keine weiteren Einwände eingegangen sind, werden wir uns an die Formulierung von Shadi Abou-Zahra halten:
»Bestimmt von Software durch vom Autor gelieferte Daten, bereitgestellt auf eine Art und Weise, dass verschiedene Benutzeragenten, einschließlich assistierender Techniken, diese Informationen entnehmen und dem Benutzer in verschiedenen Modalitäten präsentieren können.«
Karl-Heinz Weirich 31.07.2009 13:48 Und hier fehlt noch ein Komma in einer Anmerkung zur Richtlinie 2.2: Anmerkung 3: Inhalt der regelmäßig durch Software aktualisiert oder zum Benutzeragenten gestreamt wird, muss Informationen, Ok, geändert in „ Inhalt, der regelmäßig …“
Jens Meiert 21.08.2009 14:28 * Auch wenn das Deutsche hier nicht allzu großartig ist, schlage ich vor, "assistive technologies" (trotz begrifflicher Gleichsetzung bei Wikipedia [2]) eher mit "assistierende Technologien" denn mit "assistierende Technik" zu übersetzen. [2] de.wikipedia.org/wiki/Technik Wir hatten uns für »Technik« entschieden, da »Technologie« (insbesondere in diesem Zusammenhang) nicht die korrekte Übersetzung des englischen »technology« ist.
q.v. de.wikipedia.org/wiki/Technologie#Differenzierung
Jens Meiert 21.08.2009 14:28 * "Kontext-sensitiv" müsste meines Wissens nach "kontextsensitiv" geschrieben werden (dies wird in der Übersetzung gar inkonsistent gehandhabt, siehe u.a. "Es gibt eine Kontext-sensitive Hilfe," 3.3.5). Ok, geändert
Jens Meiert 21.08.2009 14:28 * "Zeichensetzung" scheint eine verständlichere Übersetzung von "punctuation" zu sein als "Interpunktion". Ok, geändert
Jens Meiert 21.08.2009 14:28 * "Authentifizierung" scheint eine verständlichere Übersetzung von "authentication" zu sein als "Authentifikation" (vgl. einfache Google-Suche [3] vs. [4]).
[4] google.de/search?hl=de&q=Authentifikation
Ok, geändert, da beides gleichwertig ist und »Authentifizierung« beim Googlefight gewinnt: http://tinyurl.com/pm7ypv
Jens Meiert 21.08.2009 14:28 * Ist das Anfügen des jeweiligen englischen Gegenstücks (zumindest im Glossar [5]) wirklich hilfreich? Es scheint den Zweck einer Übersetzung eher im Wege zu stehen.
[5] wcag2.0-blog.de/2009-07-28/#glossary
Wir hatten uns (in Absprache mit W3C) dafür entscheiden, die englischen Original-Begriffe in Klammern dahinterzusetzen, da
a. durch die Übersetzung ja auch eine (alphabetische) Umsortierung stattfindet und so die Zuordnung zum englischen Original vereinfacht wird;
b. die Zuordnung zu den Techniken und sonstigen WAI-Dokumenten vereinfacht wird, die ja zurzeit noch nicht übersetzt sind. D.h. beim Lesen der (englischen) Techniken kann man so schneller herausfinden, was mit den definierten Begriffen genau gemeint ist.
Daher würden wir vorschlagen, die jetzige Form beizubehalten.
Gunnar Bittersmann 27.08.2009 18:17 IMHO sollten die Glossareinträge in der Übersetzung nach den deutschen Begriffen sortiert werden. Dass die Reihenfolge dann eine andere als im Original ist, halte ich für irrelevant. Das war immer so geplant und ist in der aktuellen Fassung auch genau so umgesetzt.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 Ich stimme mit Gunnar Bittersmann (siehe seine E-Mail vom 27. August) überein, dass das Glossar nach den deutschen Begriffen sortiert werden soll. Die Angabe des englischen Originals ist in Ordnung, aber bitte nicht in der gleichen Formatierung prominent dahinter. Es ist ausreichend, wenn es in Normalschrift erscheint. s.o.

Die Präsentation können wir leider nicht beeinflussen, da wir auf die Formatvorlage des W3C zurückgreifen.
Maria Schiewe 27.08.2009 8:57 == Allgemein ==
A1.1 Im gesamten Text werden zur Auszeichnung Zollzeichen benutzt. Aus welchem Grund geschieht das? Es sollten die deutschen Anführungszeichen „“ oder »« (Gänsefüßchen) benutzen werden.
Ok, geändert
Maria Schiewe 27.08.2009 8:57 == Einleitung ==
A2.1 In der Einleitung heißt es „siehe dazu Alternate Versions of Web Content Accessibility Guidelines 2.0“. Erstens: Der Link führt ins Leere. Zweitens: Gibt es keine deutsche Entsprechung des Titels? Alternative Versionen der Richtlinien für barrierefreie Webinhalte?
Dass Links ins Leere führen liegt an der Verwendung relativer Pfade im Original-Dokument. Dieser vermeintliche „Fehler“ wird nicht mehr auftreten, sobald das Dokument auf dem W3C-Server hinterlegt ist.
Maria Schiewe 27.08.2009 8:57 == Abstract ==
A3.1 Meines Erachtens wurde das Wort cover sehr wörtlich zu behandeln übersetzt. „Richtlinien […] behandeln Empfehlungen“ empfinde ich als falsch. Richtlinien beinhalten Empfehlungen oder listen diese auf. Sie behandeln sie nicht, in dem Sinne, dass sie diese diskutieren, dann wäre es keine Richtlinie mehr.
geändert in „abdecken“
Maria Schiewe 27.08.2009 8:57 == Status dieses Dokumentes ==
A4.1 Die „neueste Revision“ stieß mir doch sauer auf. Neu kann nicht gesteigert werden und Revision ist unnötig technisch. Ich halte die Phrase „die letzten Änderungen“ oder „die letzten Korrekturen“ für verständlicher.
Keine Änderung. Begründung: „Latest version:“ im englischen mit „Letzte Version“ zu übersetzen könnte auch missverständlich als „die letzte Version vor der aktuellen, die man gerade liest“ interpretiert werden, da dies ugs. häufig so gebraucht wird.

Dass Neu nicht gesteigert werden kann sehen die Dresdner Neuesten Nachrichten und die Badischen Neuesten Nachrichten etc. anders.
Maria Schiewe 27.08.2009 8:57 A4.2 „Web Content Accessibility Guidelines-Arbeitsgruppe“ ist nur am Ende durchgekoppelt. Entweder muss es »Web Content Accessibility Guidelines«-Arbeitsgruppe oder Web-Content-Accessibility-Guidelines-Arbeitsgruppe heißen. Dies gilt gleichermaßen für „WCAG 2.0-Empfehlung“. Durchkopplung können keine Leerzeichen enthalten. Laut Duden eine „kann“-Bestimmung mit etlichen kaum nachvollziehbaren Ausnahmen (Latte-Macchiato-Glas vs. Shopping Center, wobei auch Shopping-Center nicht falsch ist) Da die Web Content Accessibility Guidelines aber quasi ein Markenname des W3C sind sollten wir hier die Entscheidung darüber auch dem „Rechteinhaber“ überlassen.
Maria Schiewe 27.08.2009 8:57 A4.3 Die Phrase „stabiles Dokument“ liest sich für mich ungewöhnlich als direkte Übersetzung. Das englische stable meint hier doch, dass die Erreichbarkeit und Gültigkeit des Dokuments für die Zukunft gewährleistet ist, d.h. dass sich Inhalt und Speicherort nicht verändern werden. Gibt es keine passendere Übersetzung? Alternativen für „stable“ wie zum Beispiel beständig, krisenfest, unveränderlich etc. sinnverändernd. Beständig würde bedeuten, dass das Dokuemnt in Zukunft nicht geändert wird, was aber für Dokumente unter w3.org/TR/… regelmäßig nicht der Fall ist. Es ist richtig dass sich der Speicherort nicht ändert, der Inhalt ist aber, zum Beispiel durch Errata-Versionen, änderbar.
Maria Schiewe 27.08.2009 8:57 A4.4 „so geben sie dennoch wichtige Informationen zum Verständnis und der Implementierung der WCAG“ – Es muss heißen „Informationen zum Verständnis und zur Implementierung“ oder „Informationen zu dem Verständnis und der Implementierung“. Ok, geändert
Maria Schiewe 27.08.2009 8:57 A4.5 „Archive […] stehen öffentlich zur Verfügung, und zukünftige Arbeiten […] “ liest sich holprig. Das Komma ist an dieser Stelle meines Erachtens falsch, da es keinen Nebensatz abtrennt. Zwei Sätze vereinfachen das Lesen. „Archive […] stehen öffentlich zur Verfügung. Zukünftige Arbeiten […].“ Ok, geändert
Maria Schiewe 27.08.2009 8:57 A4.6 „Patent hat, von dem sie glaubt, dass es“ – Es muss heißen „Patent hat, von dem sie glaubt, das es“. Das mit einem S. s.u.
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 Der Punkt A4.6 der letzten E-Mail ist natürlich falsch. Das kommt davon, wenn man den Satz vor lauter Buchstaben nicht mehr sieht. (Ich bitte darum, alle „falschen Korrekturen“, die noch folgen könnten, gnädig zu überlesen.) Ok, geändert
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 == Einleitung ==
E1.1 „Die Richtlinien […] definieren“ – Definieren ist eine direkte, technische Übersetzung. Ich halte es für natürlicher zu schreiben, dass die Richtlinien etwas beschreiben oder bestimmen.
Nein, sie definieren in der Tat. Klingt anmaßend, aber mangels Konkurrenz tun sie das wirklich. Hier ist der Unterschied wichtig, da es sich um ein normatives Dokument handelt, dass für sich bestimmte Dinge „definiert“.
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E1.2 „Barrierefreiheit beinhaltet ein weites Feld an Behinderungen“ – Barrierefreiheit beinhaltet keine Behinderung, sie beschäftigt sich mit diesen Behinderungen oder berücksichtigt diese. „berücksichtigt“ oder „beschäftigt“ wäre zu weit vom Originaltext entfernt: Geändert in „Barrierefreiheit umfasst …“
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E1.3 „so können Sie dennoch nicht die Bedürfnisse von Menschen mit allen Arten, Ausprägungen und Kombinationen von Behinderungen adressieren.“ – Adressieren ist wiederum eine unnötige direkte Übersetzung und „sie“ muss klein geschrieben werden. Außerdem ist die Kombination von „nicht“ und „allen“ in der Reihenfolge komisch. Es hieße, dass es bspw. Menschen mit allen Arten von Behinderungen gibt. Folgende Formulierung empfinde ich als genauer: „so können sie dennoch nicht alle Bedürfnisse von Menschen mit jeglichen Arten, Ausprägungen und Kombinationen von Behinderungen berücksichtigen“. Da wir uns sehr nah an das Original halten müssen besteht das Problem, dass „berücksichtigen“ zwar ein im Kontext passendes Wort wäre, aber in der Wortbedeutung von „to address“ nicht enthalten ist. Alternativen wären lediglich „angehen“, „ansprechen“.

„Alle“ in „jegliche“ zu ändern halten wir für eine zu ungenaue Übersetzung des Originals, da dort nicht „any“, sondern „all“ (= alle oder sämtliche) steht. die Kombination von „nicht alle“ halten wir für durchaus gängig.
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E1.4 „Menschliche Evaluation“ hat mich ein wenig zum Schmunzeln gebracht. Das Gegenteil zum automatisierten/automatischen Testen ist das manuelle Testen. Eine andere Dimension bekommt die Evaluation, wenn sie mit Experten oder Nutzern durchgeführt wird. Ist mit human evaluation also nun das manuelle Testen durch Entwickler gemeint oder Expertentests oder eine Evaluation mit Nutzern? Dies ist zu klären und der Begriff „menschliche Evaluation“ anschließend zu ersetzen. Hier geht es nicht darum, ob der Test durch einen Nutzer oder einen Experten durchgeführt wird, sondern darum dass beide keine Maschinen, sondern Menschen sind.

Geändert in: „… aus automatisierten Tests und der Evaluation durch Menschen testbar sind.“
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E1.5 „Für eine Übersicht darüber […] lesen Sie auch“ – Warum soll ich das „auch“ lesen? Das Wort muss meiner Meinung nach ersatzlos gestrichen werden, da es sich auf keine vorherige Information bezieht. Ok, geändert
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 == WCAG 2.0: Ebenen der Anleitung ==
E2.1 Statt Code würde ich „Quelltexten“ verwenden, weil dies eindeutiger ist. (Dies gilt für die Verwendung des Begriffs in der gesamten Übersetzung.)
Ok, geändert. ausnahmen dort, wo es nicht dem Sinn von Quelltext entspräche (im Sinne von ausführbarer Code, z.B. im Glossar bei Kontrastverhältnis, Anm. 6 sowie bei der Definition von Webinhalt)
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E2.2 Im Englischen steht zwar ein also, aber das bezieht sich auf keine vorhergehende Information, also muss das „auch“ aus „Lesen Sie dazu auch“ raus. Bezieht sich auf die vorher erwähnten 4 Prinzipien in diesem Dokument, daher ist „auch“ nach unserer Auffassung hier korrekt.
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E2.3 „Die 12 Richtlinien liefern die wesentlichen Ziele“ – Statt liefern würde ich „bestimmen“ verwenden oder auch – hier passt das Wort – „definieren“. Ok, geändert in „bestimmen“
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E2.4 Statt die „WCAG 2.0 zu benutzen“ würde ich „anzuwenden“ schreiben. Richtlinien werden meines Wissens nach nicht benutzt, sondern angewendet oder befolgt. Ok, geändert in „WCAG 2.0 anzuwenden“
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E2.5 „jene, die ausreichend sind um die Erfolgskriterien zu erfüllen und jene, die empfohlen sind“ – Hier würde ich vor dem „um“ ein Komma spendieren, um den Text lesbarer zu machen. Ok, geändert
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E2.6 Einschübe sollten so verständlich wie möglich gehalten werden und Zusammenhängendes nicht auseinander reißen. Ich schlage daher vor: „Die empfohlenen Techniken gehen über das hinaus, was von den einzelnen Erfolgskriterien verlangt wird, und ermöglichen es den Autoren, die Richtlinien besser anzugehen.“ An der Stelle frage ich mich noch, was unter „Richtlinien besser angehen“ gemeint ist. Das englische better address ist da ebenfalls schwammig. Sprechen wir hier darüber, die Richtlinien einfacher zu erfüllen? „Die empfohlenen Techniken gehen über das hinaus, was von den einzelnen Erfolgskriterien verlangt wird und ermöglichen es den Autoren, die Richtlinien besser anzugehen.“

Erfüllen wäre hier sachlich falsch, da nur die Erfolgskriterien erfüllt werden können, die Guidelines setzen jedoch nur den Rahmen dafür und sind selbst nicht testbar und somit auch nicht erfüllbar.
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E2.7 Ich schlage als stilistische Korrektur vor, die den Text lesbarer macht: „All diese Ebenen der Anleitung (Prinzipien, Richtlinien, Erfolgskriterien sowie ausreichende und empfohlene Techniken) wirken zusammen, um Hilfestellung bei der Gestaltung von barrierefreieren Webinhalten zu leisten.“ Also kein doppeltes „und“ verwenden und nicht die Gestaltung sondern die Webinhalte barrierefreier machen. Ok, geändert
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E2.8 „Beachten Sie, dass sogar Inhalte mit der höchsten Konformitätsstufe (AAA) nicht für Menschen mit allen Arten, Ausprägungen oder Kombinationen von Behinderungen barrierefrei sind.“ Siehe dazu 1.3, dementsprechend „nicht für alle Menschen mit jeglichen …“. s.o.
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E2.9 „Dies gilt insbesondere in den kognitiven, Sprach- und Lernbereichen.“ Warum wird hier der Begriff „Bereich“ verwendet? Sprachbereiche dürfte ein eigenständiger Fachbegriff sein, der etwas anderes meint. Viel einfacher ist doch: „Dies gilt insbesondere für kognitive, Sprach- und Lernbehinderungen.“ Oder wenn es unbedingt Bereich bleiben muss: „Dies gilt insbesondere in den Bereichen Kognition, Sprache und Lernen.“ Ok, geändert in: „in den Bereichen der kognitiven, Sprach- und Lernbehinderungen“
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 == WCAG 2.0: Unterstützende Dokumente ==
E3.1 Die ersten drei Links führen ins Leere.
Absicht, da relative Pfade vom W3C-Server, s.o.
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 == Wichtige Begriffe in den WCAG 2.0 ==
E4.1 „Er beinhaltet außerdem zunehmend dynamische Webseiten, die im Web erscheinen […]“ – Ist der Einschub notwendig? (Außer dass damit die Übersetzung eng am englischen Original ist?) „Erscheinen“ klingt außerdem nach einem spontanen Auftauchen. Dann doch lieber „die im Web publiziert werden“.
Ok, geändert in „Er beinhaltet außerdem zunehmend dynamische Webseiten, die im Web neu entstehen …“
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E4.2 „komplette virtuelle, interaktive Communities“ – Wird der Begriff Community nicht übersetzt? Nein.
Maria Schiewe 27.08.2009 20:30 E4.3 „die man an einem einzelnen URI findet“ – Ich denke kaum, dass diese Formulierung zum Verständnis des Begriffs Webseite beiträgt. Das Wort hinter der Abkürzung URI ist nicht einmal über das abbr-Attribut hinterlegt. Dann bleibt noch die Frage, ob man etwas an einem Bezeichner findet. Schwierig. Ich habe dafür keine Lösung, aber ich bin beim Lesen dort stark gestolpert. Steht so im englischen Original und ist somit durch uns nicht änderbar.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 Besonders wichtig bei meinen Anmerkungen ist mir, dass es „Benutzungsschnittstelle“ statt „Benutzeroberfläche“ heißen muss (siehe P1.1).
== Prinzip 1 ==
P1.1 „Bestandteile der Benutzeroberfläche“ – Ich halte den Begriff Benutzeroberfläche nicht für korrekt. Die DIN spricht von einer Benutzungsschnittstelle. (Die DIN hat bspw. einen Arbeitskreis mit dem einprägsamen Namen „NA 023-00-04-05 GAK Gemeinschaftsarbeitskreis NAErg/NIA; Benutzungsschnittstellen“.) Interface mit Oberfläche gleichzusetzen ist gewagt. Der Begriff Benutzeroberfläche mag recht verbreitet sein, das macht ihn aber nicht richtig.
Benutzungsschnittstelle scheint uns ein veralteter Begriff zu sein, der so in dieser Form heute kaum noch gebräuchlich ist (der nachfolgend zitierte Wandmacher ist von 1993). Der entsprechende Wikipedia-Eintrag de.wikipedia.org/wiki/Benutzungsschnittstelle hat selbst sogar BenutzERschnittstelle im Titel. Der Vergleich der Google-Treffer gibt ein eindeutiges Votum:
http://tinyurl.com/ngdk25
Gerhard Weber 09.09.2009 10:51 Frau Schiewe hat die Übersetzung von ´user interface´ in „Benutzungsoberfläche“ sehr richtig betont. Auch Lehrbücher verwenden diesen Begriff und nicht „Benutzeroberfläche“, wie z.B. Wandmacher: Software-Ergonomie; Preim: Entwicklung interaktiver Systeme. s.o.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.2 „Siehe Richtlinie 4.1 für zusätzliche Anforderungen an Kontrollelemente und Inhalte, […]“ – Control wurde in der Richtlinie 1.1.1 einmal als Steuerelement und hier als Kontrollelement übersetzt. Dies sollte vereinheitlicht werden. Ok, geändert in Steuerelement
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.3 „deskriptive Identifizierung“ – Ist deskriptiv tatsächlich die deutsche Entsprechung von dem, was descriptive meint? Deskriptiv ist der Gegensatz zu normativ. Ich denke, hier ist eher die erklärende, beschreibende, erläuternde Identifizierung gemeint. Einwand nicht nachvollziehbar, der Gegensatz zu normativ ist informativ
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.4 Die Richtlinie 1.2.3 würde ich zur besseren Lesbarkeit leicht umstellen zu: „Eine Alternative für zeitbasierte Medien oder eine Audiodeskription des aufgezeichneten Videoinhalts wird für synchronisierte Medien bereitgestellt, außer die Medien sind eine Medienalternative für Text und als solche deutlich gekennzeichnet.“ (Das Komma fehlt auch in der nicht-umgestellten Version.) Nicht nachvollziehbar, warum hier verschachtelt werden soll, wohingegen zuvor entschachtelt werden soll. Vorschlag nicht besser lesbar.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.5 „Live übertragene“ – Live ist ein Adjektiv und muss daher klein geschrieben werden. Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.6 Richtlinie 1.4 klingt grammatisch falsch, schon im Englischen. Es fehlt der Bezug zum Wort „Trennung“. Soll es auch leichter für den Benutzer sein, den Vorder- und Hintergrund zu unterscheiden? Dann sollte genau das dort stehen. „Machen Sie es Benutzern leichter, Inhalt zu sehen und zu hören sowie den Vorder- und Hintergrund zu unterscheiden.“ Oder wird gar ein kausaler Zusammenhang suggeriert? Indem ich Inhalt leichter wahrnehmen kann, kann ich Vorder- und Hintergrund besser unterscheiden? So, wie die Richtlinie momentan formuliert ist, ob Englisch oder Deutsch, verstehe ich sie nicht. Leider können wir an der Stelle keine Übersetzung machen, die den Sinn des Englischen näher erläutert, sondern müssen uns gerade bei den Richtlinien strikt an das Original halten. In den Erfolgskriterien und Techniken wird dies dann näher erläutert.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.7 „eine Antwort zu veranlassen“ – response lese ich hier eher als „Reaktion“ oder „Handlung“ denn als Antwort. Ich verstehe es so: Indicating an action beschränkt sich darauf, die Möglichkeit einer Handlung zu zeigen, während prompting a response darauf abzielt, dass der Nutzer tatsächlich handelt. Ok, geändert in Reaktion
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.8 „Wiedergabe anzuhalten oder zu stoppen“ – Anhalten und stoppen kann dasselbe meinen, daher würde ich „pausieren“ verwenden. Ok, geändert (entsprechend auch in den Erfolgskriterien zu 1.4.2., 2.2.2 und in der Definition - Neu: „Pausiert“.)
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.9 Bei Richtlinie 1.4.2 frage ich mich, ob die Forderung nach Lautstärkenregulierung implizit die Lautstärke 0 (Ton aus) einbezieht. Ansonsten ist dies nicht als Rückfalllösung geeignet. Frage nicht Gegenstand der Übersetzung.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.10 Die Anmerkung zu Richtlinie 1.4.2 habe ich erst nach mehrmaligen Lesen verstanden. Der Satz ist einfach zu lang. Außerdem enthält er einen Grammatikfehler („einer Benutzers“). Mein Vorschlag: „Jeglicher Inhalt, der dieses Erfolgskriterium nicht erfüllt, kann die Möglichkeit eines Benutzers beeinträchtigen, die ganze Seite zu nutzen. Daher muss jeglicher Inhalt auf einer Webseite (egal ob er dazu benutzt wird, andere Erfolgskriterien zu erfüllen oder nicht) dieses Erfolgskriterium erfüllen.“ Achtung! Diese Formulierung tritt als Anmerkung in den gesamten WCAG öfter auf. Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.11 Die Erklärung für Nebensächlich in Richtlinie 1.4.3 (siehe auch 1.4.6) liest sich ebenfalls sehr sperrig. Vorschlag: „Text oder Bilder eines Textes haben keine Kontrastanforderung, wenn sie Teil eines inaktiven Bestandteils der Benutzeroberfläche, rein dekorativ oder für niemanden sichtbar sind oder Teil eines Bildes sind, welches signifikanten anderen visuellen Inhalt enthält.“ Außerdem bin ich mir nicht sicher, ob ein Objekt Anforderung „haben“ kann. An ein Objekt können Anforderungen gestellt werden. Dann würde es lauten: „An Text oder Bilder eines Textes werden keine Kontrastanforderungen gestellt, wenn …“ Entsprechend müsste dann der Text bei Wortbildmarken verändert werden. Das „wenn“ ergibt sich leider nicht aus dem englischen Original (that statt if, d.h. Relativsatz statt Bedingungssatz).

„haben keine“ geändert in „gibt es keine“

Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.12 Ich muss zugeben, Richtlinie 1.4.5 habe ich erst nach einiger Zeit verstanden. Es zielt wohl darauf ab, dass die Benutzeragenten Text in hübschen Formen rendern können (bspw. mit SVG) und daher keine Pixel-Bilder benötigt werden. „Wenn die benutzten Techniken die visuelle Präsentation ausführen können“ will dies sicher ausdrücken, klingt aber sehr ungewöhnlich. Wäre es hier sinnvoll in Klammern das Wort „Rendern“ ergänzend zu setzen? Geändert in „bewirken“, da dies dem englischen „achieve“ am nächsten kommt. „Rendern“ geht nicht, da sachlich falsch un in anderen Zusammenhängen bereits zur Beschreibung anderer Sachverhalte benutzt.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.13 In der Erklärung zu Anpassbar sollte das Objekt des Satzes nicht am Ende stehen. Vorschlag: „Das Bild eines Textes kann visuell an die Anforderungen des Benutzers angepasst werden“ Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.14 Die Erklärung der Abkürzung CJK enthält den Rechtschreibfehler „kroeanisch“. Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P1.15 Es wird nicht erklärt, was Glyphen sind. Das dürfte dem Durchschnittsleser der WCAG nicht bekannt sein. Wir sehen es nicht als Aufgabe der Richtlinien bzw. der Übersetzung, dies zu erklären, zumal es sich um einen eingeführten Fachbegriff ohne echte Alternative handelt.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 == Prinzip 2 ==
P2.1 In der Richtlinie 2.1.1 würde ich bei der ersten Anmerkung ein zweites „auf“ spendieren. Vorschlag: „Diese Ausnahme bezieht sich auf die zugrunde liegende Funktion und nicht auf die Eingabetechnik.“
Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P2.2 Der durch Semikolon abgetrennte Satz der Richtlinie 2.1.2 sollte in zwei Sätze aufgeteilt werden. Keine Änderung, das Semikolon ist schon eine Konzession an die Lesbarkeit, im Original steht hier ein Komma.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P2.3 „nicht modifizierte Pfeil- oder Tabulatortasten“ – Das verstehe ich. Es sollen keine Alt- oder Strg-Tasten (Hilfstasten) zusätzlich gedrückt werden. Aber wird das aus der Formulierung deutlich? Vorschlag: „Wenn man dazu mehr als Pfeil- oder Tabulatortasten ohne Hilfstasten oder andere übliche Ausstiegsmethoden benutzen muss, …“ Keine Änderung, da inhaltlich zu weite Abweichung vom Original „unmodified arrow or tab keys“
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P2.4 „gilt mindestens eins der Folgenden“ – Der folgenden Was? One of the following lässt sich meines Wissens nach nicht 1:1 übersetzen. „mindestens einer der folgenden Punkte“ wäre eine Alternative. Vereinheitlicht in „gilt mindestens eines der Folgenden“, da dies im Dokument mehrfach auftritt.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P2.5 In Richtlinie 2.2.2 werden pause mit „anhalten“ und stop mit „beenden“ übersetzt. Das ist nicht mit der Übersetzung in Richtline 1.4.2 konsistent (pause or stop/anhalten oder stoppen). Analog zu meinem Vorschlag in P1.8 würde ich pause mit „pausieren“ und stop mit „stoppen“ übersetzen. Ok, geändert, s.o.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P2.6 „außer die Bewegung, das Blinken oder Scrollen ist Teil einer Handlung“ – Nur eine Kleinigkeit: Auch dem Scrollen einen Artikel spendieren. Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P2.7 In Richtlinie 2.2.2 taucht zum ersten – und anscheinend einzigen — Mal die Bezeichnung Stream auf. Diese wird aber nicht erklärt oder ist nicht verlinkt. Kein Handlungsbedarf erkennbar.
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P2.8 In Richtlinie 2.2.4 fehlt ein Komma hinter „mit Ausnahme von Unterbrechungen“. Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 11:07 P2.9 Authenticating würde ich nicht mit „Authentifikation“ sondern mit „Authentifizierung“ übersetzen. (Es gibt einen kleinen Bedeutungsunterschied.) Das Adjektiv „authentisierte“ ist dementsprechend zu ersetzen mit „authentifizierte“. Ok, geändert (s.o. Anmerkung Meiert)
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 == Prinzip 3 ==
P3.1 In Richtlinie 3.1.3 würde ich den Einschub auflösen. De Grammatik des Anhangs muss korrigieren und außerdem das Leerzeichen vor dem Komma entfernt werden. Vorschlag: „Es gibt einen Mechanismus, um spezielle Definitionen von Wörtern oder Wendungen zu erkennen, die auf ungewöhnliche oder eingeschränkte Weise benutzt werden, einschließlich von Idiomen und Jargon.“
Ok, geändert in „…, Idiome und Jargon eingeschlossen.“, Satz umgestellt, Leerzeichen entfernt.
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 P3.2 In Richtlinie 3.2.3 heißt es im Englischen a change und so würde ich auch „eine Änderung“ statt „die Änderung“ schreiben. Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 P3.3 Warum wird in der Übersetzung des Begriffs labels das Ursprungswort in Klammern mitgeführt? Das macht Fließtext, in dem der Begriff auftaucht, schwerer lesbar. Meines Erachtens kann die Klammer nebst Inhalt ersatzlos gestrichen werden. Nicht möglich, weil teilweise eindeutig auf das LABEL-Element von HTML verwiesen wird und der englische Begriff in der Webentwicklung gebräuchlich ist (auch im deutschen Sprachraum)
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 == Prinzip 4 ==
P4.1 Form elements sind „Formularelemente“ und nicht „Formelemente“.
Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 P4.3 Die Anmerkung zur Richtlinie 4.1.2 liest sich wie eine Ellipse. Das Kriterium „ist“ nicht für Autoren, sondern „ist gedacht“ für Autoren. Außerdem muss es „Standard-HTML-Steuerelemente“ (durchgekoppelt) oder „standardisierte HTML-Steuerelemente“ (Adjektiv) heißen. Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 == Konformitätsbedingungen ==
K1.1 In Anmerkung 2 der Konformitätsstufe wird das Wort „Websites“ statt „Webseiten“ benutzt.
Ja, ist korrekt, da im vorliegenden Fall etwas anderes gemeint ist als eine einzelne Webseite (wie in „Wichtige Begriffe in den WCAG 2.0“), sondern es geht um „komplette Websites“, also eine Sammlung von einzelnen Webseiten (engl. web pages)
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 K1.2 Anmerkung 2 zu Ganze Seite ist unnötig verschachtelt, leider schon im Englischen. Wenn eine Abweichung möglich ist, würde ich es wie folgt formulieren: „Können Webseiten aufgrund von Inhalten nicht konform sein, die außerhalb der Kontrolle des Autors liegen, können Autoren eine Erklärung partieller Konformität in Erwägung ziehen.“ Keine Änderung, da der Hauptaugenmerk dieses Punkte auf den Autoren liegen soll; würde der Satz umgestellt, dann wäre dieser bei den Webseiten.
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 K1.3 one of a series würde ich nicht wörtlich zu „eine in einer Folge“ übersetzten. „Wenn eine Webseite zu einer Folge von Webseiten gehört“ oder auch „Wenn eine Webseite Teil einer Folge von Webseiten ist“ scheint mir richtig. Geändert in: „Wenn eine Webseite Teil einer Folge von Webseiten ist…“
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 K1.4 Das Komma vor „oder“ bei Nicht störend ist falsch. Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 K1.5 „gehen Sie zu“ – Ich fand die Variante „lesen Sie“ in dem restlichen Teil der Übersetzung angemessener. Wir sollen schließlich nicht nur dahin gehen, sondern das auch lesen. Ok, geändert:
wenn im Englischen „see“ steht, wird „lesen“ verwendet;
wenn im Englischen „refer to“ steht, wird „beachten“ verwendet.
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 == Konformitätserklärungen ==
K2.1 Bei Inhalte von Dritten würde ich nicht dem englischen Original folgen und den zweiten Satz eigenständig stehen lassen, sondern einen Doppelpunkt verwenden. „Manchmal werden Webseiten erstellt, zu denen später zusätzliche Inhalte hinzugefügt werden: zum Beispiel …“
Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 K2.2 In der Beschreibung bei Inhalte von Dritten wird der Begriff „Sites“ statt „Webseiten“ benutzt. Der gesamte Satz ist darüberhinaus durch seine Einschübe schwer verständlich und enthält Grammatikfehler. Ich schlage folgende Alternative vor: „Ein anderes Beispiel wären eine Webseite, die aus Inhalten von verschiedenen Beitragenden zusammengestellt wird, (wie beispielsweise eine Portal- oder Nachrichtenseite) oder Webseiten, die mit der Zeit automatisch Inhalte von anderen Quellen einfügen (wie beispielsweise dynamische Anzeigen).“ Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 K2.3 „zum Zeitpunkt des ursprünglichen Beitrags“ – Auf was bezieht sich ursprünglicher Beitrag? Ist der Beitrag die Konformitätserklärungen? Dann sollte genau das dort stehen, „zum Zeitpunkt der ursprünglichen Konformitätserklärungen“. Ok, geändert in „In diesen Fällen ist es zum Zeitpunkt der ursprünglichen Veröffentlichung nicht möglich zu wissen …“
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 K2.4 „Arbeitstag“ – Die deutsche Entsprechung zu business day ist Geschäfts- oder Arbeistag, das ist richtig. Ist denn dieser auch gemeint? Oder zielt es in Deutschland auf einen Werktag ab? Werktag ist lt. Arbeitsrecht Montag bis Samstag, es geht aber hier um die Tage, an denen im betreffenden Unternehmen tatsächlich gearbeitet wird, daher würden wir hier gerne bei „Arbeitstage“ bleiben.
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 K2.5 Es fehlt ein Komma vor „aber“ bei Erklärung partieller Konformität - Sprache. Ok, geändert
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 == Anhang B ==
B1.1 „Web Content Accessibility Guidelines-Arbeitsgruppe“ gehört durchgekoppelt oder in Anführungszeichen. Die Abkürzung dahinter „WCAG WG“ ist für einen deutschen Leser unverständlich, weil „WG“ nicht „Arbeitsgruppe“ widerspiegelt. Die Abkürzung sollte daher „WCAG-AG“ lauten und in den darauf folgenden Überschriften verwendet werden.
Wir halten die Verwendung von bis zu vier Bindestrichen in Folge nicht förderlich für die Lesbarkeit des Textes. Letztendlich liegt hier die Entscheidung beim W3C, ob wir feststehende Namen wie den der Arbeitsgruppe so einfach abändern können.

Wir haben den Vorschlag übernommen, zunächst „Web Content Accessibility Guidelines“-Arbeitsgruppe zu verwenden

Zu „WG“ bzw. „AG“: nein, die Arbeitsgrupe heisst „Web Content Accessibility Guidelines Working Group (WCAG WG)“ (s. http://www.w3.org/WAI/PA/) - das können wir nicht ändern.
Maria Schiewe 03.09.2009 13:05 B1.2 Es wird viel Wert darauf gelegt, den Begriff „Webseite“ zu definieren und zu nutzen, dennoch ist von „Homepage“ die Rede, wenn auf die Webseiten der Arbeitsgruppe verwiesen wird. Ja, weil es um die Homepage der Arbeitsgruppe geht. Keine Änderung, da Begriff korrekt verwendet.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Abkürzung ==
G1.1 Das Beispiel für ein Akronym ist meiner Meinung nach nicht passend für ein multinationales Publikum. Warum hat man kein gängigeres Beispiel wie NATO gewählt?
Das wäre eine inhaltliche Änderung - leider nicht möglich.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G1.2 In Anmerkung 2 muss es grammatikalisch richtig heißen „als Firmennamen übernommen“. Außerdem übernimmt das „Unternehmen“ einen Firmennamen, die Firma dagegen einen Namen. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G2.10 Die Übersetzung von company muss hier „Unternehmen“ und nicht „Firma“ lauten, letzteres ist nur der Name des Unternehmens (siehe auch G1.2). Doppler, s.o.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Barrierefreiheit unterstützend ==
G2.1 Da es mich beim Lesen irritiert hat, würde ich „Sowohl Punkt 1 als auch Punkt 2“ schreiben statt nur „sowohl 1 als auch 2“.
nicht aus dem Original ableitbar
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G2.2 Die Einklammerung muss mit einem Artikel ergänzt werden zu „oder einen Bestandteil einer Technik“. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G2.3 Punkt 2 muss der Einheitlichkeit halber mit einem Großbuchstaben beginnen. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G2.4 „korrekt ist“ – Ich denke, dass eine Aussage „zutrifft“ passt in diesem Zusammenhang besser als „korrekt“ sein. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G2.5 Die Einklammerung „wie HTML und CSS“ steht hinter dem Komma und bezieht sich damit nicht mehr auf „Technik“. Erster Vorschlag: „Die Technik (wie beispielsweise HTML und CSS) wird nativ in weit verbreiteten Benutzeragenten unterstützt, die außerdem Barrierefreiheit unterstützend sind.“ Zweiter Vorschlag: „Die Technik wird nativ in weit verbreiteten Benutzeragenten unterstützt (wie beispielsweise HTML und CSS). Die Benutzeragenten sind außerdem Barrierefreiheit unterstützend.“ Keine Änderung, da sinnentstellend. Es geht hier darum, dass HTML & CSS „die Barrierefreiheit unterstützend“ sind, daher ist die Position wie im Englischen an dieser Stelle korrekt.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G2.6 Gibt es keine deutsche Übersetzung für plug-in? Nein. Evtl. noch Browser-Erweiterung, hier hat man aber dann das Problem, dass im Netz idR Plug-In benutzt wird.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G2.7 „die die“ ist einfach unschön, außerdem funktioniert dies nicht grammatikalisch mit „Benutzeragent“. Vorschlag: „Der Benutzeragent oder die Benutzeragenten, welche die Technik unterstützen“. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G2.8 „Download“ muss in einer deutschen Übersetzung nicht sein. Vorschlag: „stehen so zum Herunterladen oder zum Kauf zur Verfügung“ Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G2.9 Bei Anmerkung 2 muss es heißen „einen Bestandteil“. Ok, geändert (Fehler war allerdings in Anmerkung 3)
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Assistierende Technik ==
G3.1 Ich kann die Erläuterung von Tomas Caspers nachvollziehen, warum assistive technology mit assistierender Technik übersetzt wurde. Diesen Schritt begrüße ich. Jedoch fehlt mir ein Hinweis darauf, dass im Deutschen oft von „Hilfsmittel“ gesprochen wird.
Nein, Hilfsmittel ist zu kurz gefasst, da AT auch Komponenten beinhalten kann, die keine eigenständigen Hilfsmittel sind.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G3.2 „definierte Populationen von Benutzern“ – populations würde ich hier einfach mit „Gruppe“ übersetzen. Eine „Gruppe von Benutzern“ scheint mir nämlich eher gemeint als eine Bevölkerungsschicht. Korrekt wäre hier eher „Grundgesamtheit“, „Bevölkerungsschicht“ hingegen wäre inhaltlich falsch, daher schlagen wir vor, bei Population zu bleiben.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G3.3 „Aufgliedern von Markup“ – In der Fachsprache wird „parsen“ verwendet, über eine deutsche Entsprechung bin ich nicht im Bilde. „Aufgliedern“ habe ich noch nie gehört, „Zerteilen“ oder „Analysieren“ dagegen schon. „parsen“ hätten wir auch gerne weiter verwendet, da dies der gebräuchliche Fachbegriff ist - allerdings kamen aus den Reihen der Stakeholder wiederholt Einwände dagegen.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G3.4 „beinhalten die Folgenden“ – Eine falsche Direktübersetzung von the following. Es muss „beinhalten Folgendes“ heißen. gedanklich müsste es heissen „the following assistive technologies“ - d.h. der Bezug im Englischen ist klar, im Deutschen verhält es sich unserer Meinung nach genau so wie im Englischen. D.h. „die Folgenden“ bedeutet „die folgenden assistierenden Techniken“, welche in der darauffolgenden Aufzählung aufgelistet sind
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G3.5 Ob spacing mit „Spationierung“ übersetzt werden kann, weiß ich nicht, ich würde den einfacheren Begriff „Zeichenabstand“ oder „Laufweite“ verwenden. (Die genauen typografischen Unterschiede sind mir nicht klar. Spacing scheint nicht so genau definiert zu sein, wie das in der deutschen Typografie-Sprache der Fall ist.) Anmerkung von Shadi Abou-Zahra:
Ich glaube es ist beides gemeint. Ich würde "Abstände" verwenden da es allgemeiner ist, und die eigentlich Absicht wieder spiegelt.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G3.6 „textliche Informationen“ ist umständlich übersetzt. „Textinformationen“ empfinde ich als bessere Übersetzung. Da es hier klar um „Informationen in Textform“ geht ist zu befürchten, dass „Textinformationen“ nicht eindeutig genug ist.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G3.7 „durch synthetische Sprachausgabe oder Braille zu lesen“ – Hier gibt es im englischen Original einen Denkfehler. Durch Sprachausgabe lese ich nicht. Man könnte „lesen“ durch „erfassen“, „erlangen“ oder ein ähnliches Wort ersetzen oder einen Einschub verwenden. Beispiel: „durch synthetische Sprachausgabe zu hören oder mittels Braille zu lesen“. („durch Braille lesen“ klingt für mich falsch, ich kann aber nicht begründen, wieso.) Dazu müsste das Original geändert werden.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G3.8 „Aktivierung von Buttons“ – Um eine Lanze für das Deutsche zu brechen: Mit „Schaltfläche“ haben wir ein deutsches Wort dafür. Das wird bei dem Glossareintrag zu Rolle auch genutzt. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Audiodeskription ==
G4.1 Das Problem mit Anmerkung 4 ist, dass die beiden Begriffe im Deutschen gar nicht verwendet werden. Als „Hörfilm“ bezeichnet man einen mit Audiodeskription versehenen Film – das könnte als deutsche Variante hinterlegt werden. Mein Vorschlag: In der Übersetzung darauf hinweisen, dass dies nur im englischen Sprachraum gilt. „Wird im englischen Sprachraum auch video description (Videodeskription) und descriptive narration (beschreibende Erzählung) genannt.“
Vorschlag ist sicher korrekt - allerdings sollten wir Änderungen wie diese in die geplanten Anmerkungen der Übersetzer schreiben.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == CAPTCHA ==
G5.1 Hinter der Nennung des Initialworts würde ich die wörtliche deutsche Übersetzung in Klammern setzen, „Vollautomatischer öffentlicher Turing-Test, um Computer und Menschen zu unterscheiden“.
Weitergehende Erklärungen sind nicht Gegenstand der Übersetzung.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G5.2 „beinhalten oft die Aufforderung an den Benutzer“ – Würde ich vereinfachen zu „fordern den Benutzer oft auf“. Keine Änderung, da der Test selbst nicht die Aufforderung ist, sondern CAPTCHA beschreibt das gesamte Konzept und geht somit weit über die reine Aufforderung hinaus.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G5.3 „Turing Test“ – Wieso steht der Begriff in Anführungszeichen? Hier kann ganz normal – natürlich durchgekoppelt – „Turing-Test“ stehen. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Konforme Alternativversion ==
G6.1 Hier hat sich wieder ein „Website“ eingeschlichen. Bitte über die Suchfunktion alle Vorkommen dieses Wortes im Dokument aufspüren und korrigieren.
Nein, weil hier in der Tat eine gesamte Website gemeint ist und nicht die einzelne Webseite.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Kontrastverhältnis ==
G7.1 Das englische where entspricht hier (Mathematik) nicht „wo“ sondern „wobei“.
Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G7.2 „der helleren der Farben“ – Wieso ist das im Englischen so umständlich formuliert? Sagt nicht „die helleren Farben“ das gleiche aus? Es geht nicht um dunkle Farben, sondern um die jewils duklere eines Farbpaares, insofern ist auch das Englische hier korrekt.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G7.3 Anmerkung 4 macht für mich Anmerkung 3 sinnlos. Wenn keine Hintergrundfarbe definiert wurde, wird Weiß angenommen. Aber es ist ein Fehler, wenn ich sie nicht definiere und dabei eine Textfarbe festlege. In welchem Fall soll also Anmerkung 3 gelten, damit es nicht zu einen Fehler führt? Das geht dann nur noch, wenn sowohl Hintergrund- als auch Textfarbe nicht definiert sind. Und als Textfarbe wird dann was angenommen? Verwirrend. Nicht Gegenstand der Übersetzung.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G7.4 Ich würde „Farb-Paare“ ohne Bindestrich als „Farbpaare“ schreiben. Bindestriche sind dann hilfreich, wenn das Wort lang oder ohne die Abtrennung doppeldeutig ist, das ist hier nicht der Fall. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Erweiterte Audiodeskription ==
G8.1 In der Anmerkung ist das letzte Komma falsch. Ich würde außerdem den Text umstellen. Vorschlag: „Diese Technik wird nur benutzt, wenn der Sinn des Videos ohne die zusätzliche Audiodeskription verloren gehen würde und die Pausen zwischen den Dialogen/der Schilderung zu kurz sind.“
Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Allgemeine Grenzwerte zu Blitzen und roten Blitzen ==
G9.1 „ein-Sekunden-Zeiträumen“ – Es muss „Ein-Sekunden-Zeiträumen“ heißen.
Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G9.2 Bei der Erklärung des allgemeinen Blitzes würde ich „definiert wird“ vor die Ergänzung stellen, die mit „wobei“ beginnt. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Menschliche Sprache ==
G10.1 Hier fehlt die englische Entsprechung in Klammern.
Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Idiom ==
G11.1 Ich hoffe, ich liege diesmal richtig: Bei „aber es bedeutet, das“ muss es „dass“ mit Doppel-S heißen.
Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Bild eines Textes ==
G12.1 „in einem Foto“ – Sagen wir im Deutschen nicht „auf einem Foto“?
Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Jargon ==
G13.1 StickyKeys ist im Deutschen die „Einrastfunktion“ von Windows-Betriebssystemen.
Ist sicher richtig, aber „Einrastfunktion“ passt dann nicht mehr als Beispiel für Jargon, weil es nun eine technische Beschreibung der Funktionalität wäre. Leider unübersetzbar (Anmerkung der Übersetzer eingefügt)
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Beschriftung / Label ==
G14.1 Wie schon in einer früheren E-Mail geäußert, bin ich dafür, die Bezeichnung „Label“ aus der deutschen Übersetzung zu entfernen.
Nicht möglich, weil teilweise eindeutig auf das LABEL-Element von HTML verwiesen wird.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Großer Text ==
G15.1 „18 und 14 Punkt Größen“ – Durchkoppeln zu „18- und 14-Punkt-Größen“.
Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G15.2 „CJK Sprachen“ – Ebenfalls durchkoppeln zu „CJK-Sprachen“. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Name ==
G16.1 Entweder „Namensattribut“ oder „Name-Attribut“ schreiben.
Ok, geändert in name-Attribut
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Normativ ==
G17.1 Die Übersetzung von well-defined ist nicht „gut“ definiert sondern „eindeutig“ oder „klar“ definiert.
Ok, geändert in „klar definiert“
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Angehalten ==
G18.1 Wie schon in früheren E-Mails geschrieben, bevorzuge ich eine Übersetzung mit „pausieren“ statt mit „anhalten“.
s.o.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Relative Luminanz ==
G19.1 „sRGB Farbraum“ – Durchkoppeln zu „sRGB-Farbraum“.
Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G19.2 Vor „wobei“ fehlt ein Komma. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G19.3 if, then und else sind nicht übersetzt zu „wenn“, „dann“ und „sonst“. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G19.4 „geditherten Farben“ – Dithering ist zwar ein Fachbegriff, aber daraus ist im Deutschen noch kein Verb oder Adjektiv geworden. „dithern“, „gedithert“ etc. wird in gängigen Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop so verwendet, daher keine Änderung.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G19.5 „die die“ – Besser: „welche die“. Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 G19.6 Der Linktext wurde nicht übersetzt. Absicht, da der Titel des Zieldokuments Englisch ist.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Rolle ==
G20.1 check box ist im Deutschen gern ein „Auswahlschalter“ (Jaws und Supernova).
Zielgruppe der WCAG sind nicht Anwender von Screenreadern, sondern Webentwickler
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Gleiche Funktionalität ==
G21.1 „würden aber nicht konsistent beschriftet“ – Entweder „wären aber nicht konsistent beschriftet“ oder „würden aber nicht konsistent beschriftet sein“.
Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Gebärdensprache ==
G22.1 „aus Bewegungen von Händen und Armen, Gesichtsausdrücken oder Körperpositionen“ – Das klingt, als ob sich Gesichtsausdrücke bewegen. Ein zweites und drittes „aus“ schafft Abhilfe: „aus Bewegungen von Händen und Armen, aus Gesichtsausdrücken oder aus Körperpositionen“.
Das geschilderte Problem ist nicht nachvollziehbar, das der ursprüngliche Text ebenso eindeutig ist wie der Vorschlag. Darüber hinaus ist diese Formulierung auf Bitte der gehörlosen Stakeholder so eingefügt worden.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Übersetzung in Gebärdensprache ==
G23.1 „die nicht mit der gesprochenen Sprache(n)“ – Die Konstruktion funktioniert grammatikalisch nicht. Vorschlag: „die nicht mit der gesprochenen Sprache oder den gesprochenen Sprachen“
Ok, geändert in „die nicht mit der oder den gesprochenen Sprache(n) …“
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Bestimmte Sinneserfahrung ==
G24.1 Das ist schon im Englischen lustig. Was sind denn „dekorative Sinneserfahrungen“? Diese Wortkombination halte ich inhaltlich für falsch.
Steht leider so im Englischen und kann nicht geändert werden, ohne den Sinn zu verändern.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Technik (Webinhalt) ==
G25.1 „Endbenutzer-Erlebnisse“ – Eine ähnlich skurrile Konstruktion wie G24.1. Eine Webseite ist kein Erlebnis für einen Benutzer, aber vielleicht die Benutzung oder Betrachtung derer. Hier geht man im Englischen mit dem Wort experiences sehr großzügig um.
Da eine Webseite grundsätzlich im Kontext ihrer Benutzung stattfindet und zu bewerten ist, lässt sich dieser Vorschlag nicht nachvollziehen.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Benutzer-gesteuert ==
G26.1 „Internet Logs“ – Durchkoppeln zu „Internet-Logs“.
Ok, geändert
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Bestandteil der Benutzeroberfläche ==
G27.1 Wie bereits in einer vorherigen E-Mail begründet, muss es „Benutzungsschnittstelle“ heißen. Der Begriff „Benutzeroberfläche“ kann in der Definition als alternativ genutzte Übersetzung ausgewiesen werden.
s.o.
Maria Schiewe 04.09.2009 12:29 == Video ==
G28.1 Die Übersetzung folgt der neuen deutschen Rechtschreibung, also muss es „fotografisch“ statt „photographisch“ heißen.
Ok, geändert
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 Generell wäre anzumerken, daß die Übersetzung von Linktexten inkonsistent gehandhabt wird. Zum besseren Verständnis würde ich sehr dafür plädieren, den kompletten Text inklusive aller Linktexte grundsätzlich zu übersetzen.„““„“ Bei den verlinkten Dokumenten und damit bei den Linktexten stehen wir vor dem Problem, dass diese zurzeit noch allesamt auf Englisch sind, zumindest zum Teil aber nach und nach ins Deutsche übersetzt werden. Da dies erst nach Veröffentlichung der deutschen Übersetzung geschehen wird hatten wir uns dafür entscheiden, zunächst die englischen Linktext stehen zu lassen. Der Ansatz der französischen Übersetzung w3.org/Translations/WCAG20-fr/ ist hier nicht brauchbar, da wir je nach Fortschritt der weiteren Übersetzungen jedesmal wieder im normativen Teil des Dokumentes Änderungen vornehmen müssten (wodurch dieser dann nicht wirklich stabil wäre).
Es gibt einige Grenzfälle von verlinkten Dokumenten, wo wir die deutsche Übersetzung gewählt haben, da dies Dokumente sind, die unmittelbar nach Veröffentlichung ebenfalls übersetzt sein werden (da sie sich fast automatisch ergeben).
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 Ein anderer Punkt sind Anführungszeichen, die in der Übersetzung derzeit als " (ASCII Zeichen 34) enthalten sind. Besser lesbar wären die im Deutschen gebräuchlichen Anführungszeichen (ASCII 8222 und 8220), wobei Anführungszeichen unten und oben wiederum in der Schweiz selten verwendet werden... [1]
[1] de.wikipedia.org/wiki/Anf%C3%BChrungszeichen…
Ok, geändert in „“
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 Anmerkungen zu den Metadaten:
M1) Die URLs dieser Version, der neuesten und der vorhergehenden Version verweisen noch auf die englischen Fassungen und sollten im finalen Dokument angepaßt werden.
Anmerkung nicht nachvollziehbar - die vorhergehende Version wird nicht übersetzt werden. Das finale Dokument bekommt einen zusätzlichen Header (s. frz. Vorbild) mit den nötigen Informationen
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 M2) Im Abschnitt zum Copyright sollte "All rights reserved..." ebenfalls übersetzt werden. Mein Vorschlag:
Alle Rechte vorbehalten. Die W3C-Richtlinien zu Haftung, Warenzeichen und Nutzung der Dokumente finden Anwendung.
kann so gemacht werden, solange zusätzlich zum engl. Original (s. frz. Übersetzung)
Jens Meiert 14.09.2009 9:43 Ich bin nicht zu 100 % sicher, ob dies auch für "autorisierte" Übersetzungen gilt, normalerweise jedoch soll der Original-Copyright-Verweis beibehalten werden [1].
[1] w3.org/Consortium/Legal/IPR-FAQ-20000620#translate
s.u.
Shadi Abou-Zahra 14.09.2009 10:14 Stimmt. Eigentlich muss der Copyright Verweiss beibehalten werden aber eine Übsersetzung davon kann zusätzlich eingefügt werden. Ein Beispiel dafür ist die Französische Übersetzung:
- w3.org/Translations/WCAG20-fr/
Ok, geändert
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 Anmerkungen zum Abstract:
In den Anmerkungen der anderen Mitglieder dieser Liste kam zum Ausdruck, daß sich die Übersetzungen möglichst eng an das Original halten sollten. Unter diesem Gesichtspunkt würde ich vorschlagen:
A1) 1. Absatz, 1. Satz: Die Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG) 2.0 decken einen großen Bereich von Empfehlungen ab, um Webinhalte barrierefreier zu machen.
Ok, geändert
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 A2) 3. Satz: Die beinhaltet Blindheit und Sehbehinderung, Gehörlosigkeit [...] ("Behinderungen wie" streichen) Ok, geändert
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 A3) Letzter Satz: Wenn Sie diesen Richtlinien folgen, wird das Ihre Webinhalte in vielen Fällen für Nutzer allgemein benutzbarer machen. Keine Änderung, da der Bezug bei „to users in general“ eindeutig auf users und nicht auf „allgemein benutzbar“ liegt.
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 A4) 2. Absatz, 1. und 2. Satz: Die WCAG 2.0-Erfolgskriterien wurden als überprüfbare Aussagen formuliert, sogenannte "Statements", die nicht technikspezifisch sind. Sowohl eine Anleitung zur Erfüllung der Erfolgskriterien bei bestimmten Techniken als auch allgemeine Informationen zur Interpretation der Erfolgskriterien finden Sie in separaten Dokumenten. ("formuliert" umgestellt, "überprüfbare" statt "testbare", "zur" statt "über die"). ok, Formulierung umgestellt und geändert.

Testbar halten wir für ein so zentrales Konzept der WCAG 2.0, dass hier keine Änderung erfolgen sollte.
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 A5) 3. Absatz, 2. Satz: Obwohl es möglich ist, konform zu WCAG 1.0 oder WCAG 2.0 zu sein (oder zu beiden), empfiehlt das W3C, dass sich neue und aktualisierte Inhalte an die WCAG 2.0 halten. ("(oder zu beiden)" statt "(oder beides)", "sich" umstellen) Ok, geändert
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 A6) 3. Absatz, letzter Satz: Das W3C empfiehlt weiterhin, dass Leitlinien zur Barrierefreiheit im Web auf die WCAG 2.0 Bezug nehmen. Keine Änderung. Leitlinien ist hier nicht stark genug, daher haben wir uns bewusst für Regelwerke entscheiden, da dies als übergeordneter Begriff Verordnungen, Richt- und Leitlinien etc. enthalten kann.
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 "Policies" wurde hier ursprünglich mit "Regelwerke" übersetzt. Gemeint sind aber firmeninterne Leitlinien zum Umgang mit Barrierefreiheit, die auf Websites üblichen Accessibility Statements oder firmenumfassende Policies. "Leitlinien" trifft das meines Erachtens besser. s. vorhergehender Kommentar
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 Anmerkungen zum Status:
S1) 1. Absatz, letzter Satz: Ich würde eher von der "neuesten Version" statt der "Revision" sprechen. Außerdem ist der Linktext nicht übersetzt. Mein Vorschlag:
W3C Index der technischen Berichte
Revision ist hier zutreffender: Revision entspricht dem Original, wo je nach sinnzusammenhang von Version und Revision gesprochen wird (eine neue Version muss nicht zwangsläufig eine Revision sein - hier geht es aber eindeutig um die neueste REvision)

Linktexte auf Dokumente, die nicht übersetzt werden, werden selbst auch nicht übersetzt.
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 S2) 2. Absatz: WCAG WG ist nicht übersetzt, Vorschlag: Arbeitsgruppe für barrierefreie Webinhalte. Keine Änderung, Begründung s.o.
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 S3) 3. Absatz, 1. Satz: um die Nähe zum Original zu wahren, würde ich "interessierten Beteiligten" statt "Interessierten" vorschlagen. Ok, geändert
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 S4) 4. Absatz, letzter Satz: Obwohl diese Dokumente keinen formalen Status wie die WCAG 2.0 selbst haben, so vermitteln sie Informationen, die zum Verständnis und der Implementierung der WCAG wichtig sind. Ohne weitere Begründung nicht nachvollziehbare zusätzliche Verschachtelung.
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 S5) 5. Absatz: Linktexte sind nicht übersetzt. Vorschläge:
1. online Kommentarformular
2. Archivlisten der öffentlichen Kommentare
3. Diskussionen auf der Mailingliste der WCAG-Arbeitsgruppe
Keine Änderung, Begründung s.o.
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 S6) 5. Absatz, 4. Satz: Erhaltene Kommentare zu den WCAG 2.0-Empfehlungen können nicht zu Änderungen in dieser Version der Richtlinien führen, könnten aber in den Errata oder in zukünftigen Versionen der WCAG berücksichtigt werden. Ok, geändert in „Erhaltene Kommentare zur WCAG 2.0-Empfehlung können …“
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 S7) 5. Absatz, letzter Halbsatz: und zukünftige Arbeiten der Arbeitsgruppe können auf Kommentare Bezug nehmen, die zu diesem Dokument abgegeben werden. ("können" statt "könnten", "zu diesem" statt "über dieses"). Ok, geändert
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 S8) 6. Absatz: Linktext nicht übersetzt. Mein Vorschlag: Charta der WCAG-Arbeitsgruppe. Keine Änderung, Begründung s.o.
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 S9) Letzter Absatz; Linktexte teilweise nicht übersetzt. Meine Vorschläge:
1. W3C-Patentleitlinien vom 5. Februar 2004
2. Abschnitt 6 der W3C-Patentleitlinien
Keine Änderung, Begründung s.o.
Martin Kliehm 13.09.2009 23:20 S10) Letzter Absatz, 2. Satz: Das W3C unterhält eine öffentliche Liste sämtlicher Patent-Offenlegungen, die in Verbindung mit den Arbeitsergebnissen (den sogenannten Deliverables) der Gruppe gemacht werden; diese Seite beinhaltet außerdem Anleitungen zur Offenlegung von einem Patent. Ok, geändert in „Das W3C unterhält eine öffentliche Liste sämtlicher Patent-Offenlegungen, die in Verbindung mit den Arbeitsergebnissen (den sogenannten Deliverables) der Gruppe gemacht werden; diese Seite beinhaltet außerdem Anleitungen zur Offenlegung eines Patents.“
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 Einleitung:
E1) 2. Absatz, 3. und 4. Satz: Obwohl diese Richtlinien ein weites Feld von Problemen abdecken, können sie nicht die Bedürfnisse von Menschen mit allen Arten, Ausprägungen und Kombinationen von Behinderungen abdecken. Diese Richtlinien machen Webinhalte außerdem besser nutzbar für ältere Personen mit sich altersbedingt ändernden Fähigkeiten und verbessern die Benutzerfreundlichkeit insgesamt.
wg. „adressieren“ s.o. Kommentar zu Schiewe

geändert in „Obwohl diese Richtlinien ein weites Feld von Problemen abdecken, können sie nicht die Bedürfnisse von Menschen mit allen Arten, Ausprägungen und Kombinationen von Behinderungen adressieren. Diese Richtlinien machen Webinhalte außerdem besser nutzbar für ältere Personen mit sich altersbedingt ändernden Fähigkeiten und verbessern häufig die Gebrauchstauglichkeit für Benutzer im Allgemeinen.“ (<- s. hierzu auch Anmerkung oben zu „users in general“)
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 E2) 3. Absatz: Ich glaube, die Diskussion gab es bereits, aber "Evaluation" kommt mir holperig vor. Ist "Evaluierung" besser? Später im Text (siehe U2) wird "Evaluierung" benutzt. Evaluation scheint uns gängiger, vgl. stangl.eu/psychologie/definition/Evaluation…
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 E3) Die Linktexte in der Aufzählungsliste sind nicht übersetzt. Mein Vorschlag:
- Wesentliche Komponenten von barrierefreien Webinhalten
- Übersicht der Richtlinien für Barrierefreiheit in Benutzeragenten (UAAG)
- Übersicht der Richtlinien für Barrierefreiheit in Autorenwerkzeugen (ATAG)
Keine Änderung, Begründung s.o.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 WCAG 2.0: Ebenen der Anleitung
AL1) Das ist sehr englisch übersetzt. Besser wäre meines Erachtens "WCAG 2.0: Anleitungsebenen".
Keine Verbesserung erkennbar
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 AL2) 1. Absatz, 1. Satz: "policy makers" sind nicht wirklich "Entscheidungsträger", sondern die "Autoren von Leitlinien" (siehe Übersetzung des Begriffs "policy" in Anmerkung A6). Keine Änderung, Begründung s.o.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 AL3) 1. Absatz, letzter Satz: "common failures" wird übersetzt mit "verbreiteten Fehlern", sinnvoller im Kontext fände ich "häufige Fehler". Keine Änderung, hier geht es nicht um die Häufigkeit (in absoluten Zahlen), sondern um die Durchgängigkeit von Fehlern, die immer wieder gemacht werden.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 AL10) 4. Aufzählungspunkt, Techniken: In den Fällen, in denen häufige Fehler bekannt sind [...] ("häufige" statt "verbreitete", s.o.) s.o.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 U3) 2. Absatz, 3. Aufzählungspunkt: "verbreiteten Fehlern" durch "häufigen Fehlern" ersetzen, siehe Anmerkung AL3. s.o.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 AL4) 1. Absatz, letzter Satz: "Links zu Ressourcen" - sind es wirklich Ressourcen, oder besagt "Links zu Quellen" nicht das gleiche auf verständlichere Art? Keine Änderung, "Links zu Quellen" wäre sicher korrekt im Sinne einer literarischen Quellenangabe, allerdinsg hätten wir dann unmiitelbar nebeneinander Quellen und Quelltexte stehen. Darüber hinaus sind hier nicht Quellenangaben gemeint, sondern weiterführende Materialien zum Thema.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 AL5) 2. Aufzählungspunkt, Richtlinien: Die 12 Richtlinien liefern die wesentlichen Ziele, auf die Autoren hinarbeiten sollten [...] (statt "an deren Erreichbarkeit Autoren arbeiten sollten" - Vermeidung von Substantivierung zur besseren Verständlichkeit) Ok, geändert in „Die 12 Richtlinien geben die wesentlichen Ziele vor, auf die Autoren hinarbeiten sollten …“
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 AL6) 2. Aufzählungspunkt, Richtlinien: Die Richtlinien sind nicht testbar, bieten aber den Rahmen und übergreifende Zielvorgaben [...] (statt "Zielvorstellungen") Ok, geändert
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 AL7) 3. Aufzählunspunkt, Erfolgskriterien: Für jede Richtlinie werden testbare Erfolgskriterien aufgelistet [...] ("aufgelistet" statt "zur Verfügung gestellt" - "provided" trifft es weiterhin im weiteren Sinne) Keine Änderung, da hier keine Verbesserung zu „… testable success criteria are provided …“ erkennbar ist.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 AL8) 4. Aufzählungspunkt, Techniken: jene, die ausreichend sind, um die Erfolgskriterien zu erfüllen (Komma vor "um" fehlt) Ok, geändert
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 AL9) 4. Aufzählungspunkt, Techniken: Einige empfohlene Techniken befassen sich mit Barrieren [...] ("befassen" statt "beschäftigen") Warum? Ohne Begründung nicht nachvollziehbar.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 AL11) Letzter Absatz: Autoren werden dazu ermutigt, den kompletten Bereich der Techniken inklusive der empfohlenen Techniken in Betracht zu ziehen, ebenso die relevanten Ratschläge zu aktuellen Best-Practice-Methoden zu suchen, um sicherzustellen [...] ("sowohl" streichen, "ebenso" statt "als auch", "Ratschläge" statt "Rat", Komma vor "um") „ebenso“ geht nicht, da keine Konjunktion, „as well as“ ist hier im Sinne einer Konjuktion benutzt und entspricht „sowohl … als auch“ oder „sowie“.

Ratschläge geändert, jedoch kein Komma vor "um" (da kein erweiterter Infinitiv)
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 WCAG 2.0: Unterstützende Dokumente
U1) 1. Absatz, 2. und 3. Satz: Andere Dokumente, die sogenannten unterstützenden Dokumente, basieren auf den WCAG 2.0-Dokument und adressieren andere wichtige Einsatzzwecke, inklusive der Möglichkeit, aktualisiert zu werden [...] (im Original ist dies ein langer, mit "inklusive" verbundener Satz; die Trennung in zwei Sätze mit "So bieten diese die Möglichkeit" ist m.E. sinnverfälschend).
Ok, geändert (minus Komma vor um)
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 U2) 2. Absatz, 1. Aufzählungspunkt: Diese anpassbare Schnellreferenz zur WCAG 2.0 beinhaltet alle Richtlinien, Erfolgskriterien und Techniken für Autoren zur Benutzung während der Entwicklung und Evaluierung von Webinhalten. ("und ist" sowie "gedacht" entfernen) Ok, geändert
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 U4) 3. Absatz, 1. Satz: In der Übersicht zu den Richtlinien für barrierefreie Webinhalte (WCAG) finden Sie eine Beschreibung des unterstützenden Materials für die WCAG 2.0, inklusive Aus- und Weiterbildungsmaterial in Zusammenhang mit den WCAG 2.0. (Satz umgestellt, damit die wichtige Aussage vorn steht, "Weiterbildungsmaterial" statt "Weiterbildungs-Ressourcen". Ok, Satz umgestelllt

"Weiterbildungsmaterial" statt "Weiterbildungs-Ressourcen" nicht geändert, da auch an anderen Stellen so verwendet
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 U5) 3. Absatz, 2. Satz: Weitere Ressourcen, die sich mit Themen wie dem Geschäftswert von Barrierefreiheit im Web, Planung der Implementierung zur Verbesserung der Barrierefreiheit von Webseiten und Leitlinien zur Barrierefreiheit befassen, werden unter WAI-Ressourcen aufgelistet. ("Geschäftswert" statt "Geschäftsszenario", "Leitlinien" statt "Regelwerken" - siehe "policy" in A6, Linktext war nicht übersetzt) Das ursprüngliche „business case“ geht weit über den ökonomischen Wert hinaus, die Änderung ist somit sinnentstellend.
Anmerkung zu „Leitlinien“ s.o., keine Änderung.
Linktexte werden nicht übersetzt.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 Wichtige Begriffe in den WCAG 2.0:
W1) 1. Absatz: "unten" würde ich durch "nachfolgend" ersetzen. Das ist auch barrierefreier. ;)
Warum? Für welche Behinderungsform stellt das Wort „unten“ eine Barriere dar?
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 W2) 2. Absatz, Webseite: Er beinhaltet darüberhinaus die zunehmend dynamischen Seiten, die im Web auftauchen [...] ("darüberhinaus" statt "außerdem", "Seiten, die im Web auftauchen" statt "Webseiten, die im Web erscheinen" - meinetwegen auch erscheinen, aber "Webseiten, die im Web" finde ich redundant) s.o. Änderung auf Grund von Kommentar Schiewe

„auftauchen“ erscheint uns hier in diesem Zusammenhang zu umgangssprachlich.

Der Unterschied zwischen "darüberhinaus" statt "außerdem" ist ohne weitere Begründung nicht nachvollziehbar.

„Web pages that are emerging on the Web“ ist im Englischen ebenso redundant.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 W3) Alle Absätze: Für weitere Informationen beachten Sie [...] ("beachten Sie" statt "gehen Sie zu" - "goto" ist out ;) ) Ok, geändert, Begründung s.o.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 W4) Barrierefreiheit unterstützend: "technischen Funktionalitäten" statt "Technikfunktionen" (2x) - tatsächlich geht es bei "technology features" um Funktionalitäten, nicht um Funktionen. Funktionalitäten bezeichnen einzelne Funktionen oder eine Gruppe von Funktionen. Letzteres ist bei Webinhalten häufig der Fall.[1]
[1] de.wikipedia.org/wiki/Funktionalit%C3%A4t
Im englischen steht hier „Feature“ und nicht „Functionality“. Da letzteres in anderen Sinnzusammenhängen häufig im Original vorkommt und korrekt mit Funktionalität übersetzt wurde (sogar im gleichen Absatz!), können wir dies hier nicht für die Übersetzung eines anderen Wortes nutzen.
Martin Kliehm 14.09.2009 22:11 W5) Barrierefreiheit unterstützend: Den Zeilenumbruch vor "Die Definition" bitte entfernen. Warum? Dort ist auch im engl. Original ein Absatz.
Tomas Caspers   Der Link zu »Statement of Partial Conformance« bei http://www.w3.org/TR/WCAG20/#cc2 zeigt auf ein anderes Dokument w3.org/TR/2008/REC-WCAG20-20081211/#conformance-partial, sollte aber doch eigentlich zu w3.org/TR/WCAG20/#conformance-partial gehen. Frage: in der Übersetzung ändern? Sonst linken wir nämlich auf den englischen Text in einem anderen Dokument statt auf eine lokale Sprungmarke im selben Dokument.
Antwort: Ok, geändert. Es waren naoch zwei weitere in der Art, auch diese sind jetzt so geändert, dass sie auf das selbe Dokument zeigen: #ensure-compat-rsv, #conformance-partial, #cc1
Shadi Abou-Zahra   "(Anmerkung der Übersetzer: Im Deutschen gibt es keine geeignete Übersetzung von StickyKeys, die der Definition von Jargon entsprechen würde. Hier wird z.B. von Einrastfunktion unter Windows bzw. Einfingerbedienung unter MacOS gesprochen.)"
In W3C Publikationen wird absichtlich vermieden von Produkte zu nennen damit die Neutralität und Unabhängigkeit gewahrt wird.
Also: entweder diese Anmerkung umschreiben (einfach Windows und MacOS weglassen) oder ein anderes Beispiel statt "StickyKeys" verwenden.
Ok, geändert in:
(Anmerkung der Übersetzer: Im Deutschen gibt es keine geeignete Übersetzung von StickyKeys, die der Definition von Jargon entsprechen würde. Hier wird z.B. von Einrastfunktion bzw. Einfingerbedienung gesprochen.)
Maria Schiewe 17.09.2009 14:56 E2.6 Es fehlt ein Komma vor „und“, denn „was von den einzelnen Erfolgskriterien verlangt wird“ ist ein Einschub, der von beiden Seiten eingeklammert werden muss. »Die empfohlenen Techniken gehen über das hinaus, was von den einzelnen Erfolgskriterien verlangt wird, und ermöglichen es den Autoren, die Richtlinien besser anzugehen.« Ok, geändert
Maria Schiewe 17.09.2009 14:56 P1.4 „wird bereitgestellt für synchronisierte Medien“ klingt für mich holpriger als „wird für synchronisierte Medien bereitgestellt“. Reine Geschmackssache. Ok, geändert
Maria Schiewe 17.09.2009 14:56 G2.1 „sowohl 1 als auch 2“ liest sich für mich immer noch unvollständig. Jetzt fiel mir ein, was ich erwartet hätte: »Sowohl 1. als auch 2.«, gelesen als „sowohl Erstens als auch Zweitens“. Die nachfolgenden Punkte werden ja mit „1.“ und „2.“ bezeichnet, nicht mit „1“ und „2“. Es ist für mich sprachlich einfach seltsam „eins und zwei erfüllen“ zu sagen, weil dort das Objekt fehlt. Ok, geändert (passt, da diese sich ja auf die darauffolgende OL beziehen)
Maria Schiewe 17.09.2009 14:56 G3.4 Ah, jetzt habe ich verstanden, worauf es sich beziehen soll. Da „die Folgenden“ aber noch im selben Satz steht, muss es klein geschrieben werden! (Das hatte mich überhaupt erst auf die falsche Fährte gelockt.) Ok, geändert
Maria Schiewe 17.09.2009 14:56 G3.6 Ihr Vorschlag „Informationen in Textform“ klingt besser als „textliche Informationen“. Spricht etwas dagegen, ersteren zu verwenden? Ihren Einwand mit der Eindeutigkeit kann ich nachvollziehen. Ok, geändert in „Informationen in Textform“
Maria Schiewe 17.09.2009 14:56 G22.1 Das ist ein grammatikalisches Problem, kein Inhaltliches. »eine Kombination aus Bewegungen von Händen und Armen, Gesichtsausdrücken oder Körperpositionen«. Hier liest man zuerst „eine Kombination aus Bewegungen“. Die Bewegungen kommen dann wiederum „von Händen und Armen, Gesichtsausdrücken oder Körperpositionen“. Das meinen Sie ja nicht. Sie meinen »eine Kombination von Hand- und Armbewegungen, Gesichtsausdrücken oder Körperpositionen«. Wenn Sie die Wortgruppe „Bewegungen von Händen und Armen“ lassen wollen, müssen sie dann vor „Gesichtsausdrücken“ und „Körperpositionen“ jeweils ein „aus“ setzen. Ok, geändert. Das Problem ist hier, dass es im englischen diese zusätzliche Regel mit der Kommasetzung bei Aufzählungen gibt, die es im Deutschen nicht gibt (wodurch dann die Eindeutigkeit leidet). Wenn sich die Bewegungan auf die Gesichtsausdrücke beziehen würden, dann stünde im Deutschen eigentlich kein „und“, sondern ein Komma - da aber diese Verwechselungsmöglichkeit besteht haben wir den Vorschlag übernommen.
Gerhard Weber 18.09.2009 10:45 vielen Dank für die Rückmeldung. Ich bin überrascht wie die Kommentare zu "user interface" mit den Einwänden umgehen. Um es nochmal deutlich zu sagen: Die Übersetzung von ISO 9241-110 (Sept. 2008) legt unter 3.9 den Term "user interface" eindeutig mit "Benutzungsschnittstelle" fest. Das ist somit nicht veraltet und ja schon von Frau Schiewe mit Bezug auf die aktuelle Arbeit einer Vielzahl von deutschen Usability-Experten angemerkt worden. Dass der Übersetzer oder die Übersetzerin Wikipedia mehr Kompetenz als dem DIN bzw. der ISO zuspricht ist aus meiner Sicht bedauerlich. Es ist eben nicht so, dass die Übersetzer ausschließlich die Wikipedia zu Rate gezogen haben, bzw. dieser eine höhere Autorität zuweisen, im Gegenteil. Selbst wissenschaftliche Fachverlage verwenden in ihrer Verschlagwortung »Benutzerschnittstelle« - (q.v. http://www.verlagdrkovac.de/…), das gleiche gilt für Technische Hochschulen in Deutschland, wo »Benutzerschnittstelle« ebenfalls verbeiteter zu sein scheint:
http://www.googlesyndicatedsearch.com/u/tudd?&q=Benutzerschnittstelle (341 Treffer)
vs.
http://www.googlesyndicatedsearch.com/u/tudd?&q=Benutzungsschnittstelle (151 Treffer)
Ein Abgleich via Google ergibt ein noch eindeutigeres Bild:
Benutzungsschnittstelle: 18.900 Treffer bei Google - http://tinyurl.com/Benutzungsschnittstelle
Benutzerschnittstelle: 240.000 Treffer bei Google - http://tinyurl.com/Benutzerschnittstelle
Insofern ist die Kritik nicht nachzuvollziehen, da wir hier dem (auch in Arbeitsgruppen des W3C anerkannten) Prinzip des »paving the cowpaths« folgen und uns im Sinne der Verständlichkeit für die Variante entscheiden haben, von der wir ausgehen können, dass sie von der überwiegenden Anzahl (Faktor >12) des Zielpublikums der Übersetzung bereits so verwendet wird.
Daher würden wir vorschlagen, weiterhin beim Begriff »Benutzerschnittstelle« zu bleiben.
Gerhard Weber 18.09.2009 13:41 dass Kollegen an der Technischen Universität Dresden den Begriff falsch einsetzen (lassen) macht es nicht besser. Ich will aber gerne konstruktiv sein: Die Recherche bei Google unterstützt, dass "Benutzeroberfläche" mit > 1,2 Mio Einträgen verwendet werden müsste und nicht "Benutzerschnittstelle". Mir erscheint diese numerische Diskussion jedoch fragwürdig. Sicher ist W3C kein Standardisierungsgremium und muß neue Trends prägen bis CEN oder ETSI sich an Normen und irgendwann Übersetzungen wagen. Wer kommt aber in Europa auf die Idee aus DIN A 4 etwas anderes zu machen und einige Millimeter wegzulassen oder hinzuzufügen, nur weil 250 Mio Nordamerikaner legal und letter Formate verwenden? Shadi Abou-Zahra 18.09.2009 13:52
Diese Aussage ist absolut falsch und tut meiner Meinung nach nichts zur Sache. W3C ist ein weltweit anerkanntes Standardisierungsgremium, und bald auch von der Europäischen Kommission anerkannt: - www.wmictcluster.org/Modernising-ICT-…
Gerhard Weber  18.09.2009 13:41 Gegen den DIN und die ISO bzw. explizit die Norm zur Gebrauchstauglichkeit von Benutzungsoberflächen die Sprechweise festzulegen ist eher ein "re-paving the path".  DIN 40020 Richtlinien für die Benutzerschnittstelle in Multimediageräten für den Allgemeingebrauch (IEC/TR 61997:2001)
DIN EN 1332-1 Identifikationskartensysteme - Mensch-Maschine-Schnittstelle - Teil 1: Gestaltungsgrundsätze für die Benutzerschnittstelle; Deutsche Fassung EN 1332-1:2009
Auszug aus dem aktuellen Jahresbericht des Normenausschusses Informationstechnik und Anwendungen (NIA):
1.2 Aufgabenbereich des NIA
Der Aufgabenbereich des Normenausschusses Informationstechnik und Anwendungen (NIA) umfasst die Erarbeitung von Normen auf dem Gebiet der Informationstechnik und ausgewählter Anwendungsbereiche der Informationstechnik.
Die Normen der Informationstechnik haben zum Ziel, die Leistungsfähigkeit und Qualität von IT- Systemen zu verbessern, die Sicherheit von IT-Systemen und Daten zu erhöhen, die Portabilität von Anwendungsprogrammen zu unterstützen, die Interoperabilität von IT-Produkten und -Systemen sicherzustellen, die Entwicklungsumgebungen zu vereinheitlichen und die Benutzeroberflächen ergonomisch zu gestalten.
Quelle: www.din.de/…